Die Geschichte des Chaos

Bio | Gernot | Tobias | Maxi | Kevin



I. Wie alles begann

I am Chaos entstand Ende 2006 aus den Überresten zweier Bands, welche lange Zeit um Full-Line-ups zu kämpfen hatten. Alles begann als Pascal (dr), Tobi (g) und ich (g) Anfangs 2002 ihre erste Band gründeten. Ein Proberaum- im zweiten Stock eines alten Holzhauses - war schnell gefunden. Zunächst galt es diesen gemütlich einzurichten: Ein paar alte Maiden Flaggen aufgehängt, Stereoanlage angestöpselt, eine Kiste voll Vinyl, Gitarren, Amps und Schlagzeug hochgeschleppt und los gings. Nach ein paar Proben war es Tobi der die Band verliess, um sich einer anderen Gruppe als Sänger anzuschliessen. Diese Band, bei welcher bereits Maxi an den Drums sass, trug zunächst den Namen "Aenger". Nach einem Neuanfang nannte sich die Jungs "morbid mothers of the major massacre". Unterdessen machten Pascal und ich unter dem Namen Kabel 237 zu zweit weiter und fanden in Andi (Eberle) kurz darauf einen Bassisten. So trennten sich die musikalischen Wege vorerst...

II. Zurück zu den Ursprüngen

Das Jahr 2006 sollte sich als schicksalshaft für beide Projekte herausstellen. Die zahlreichen Line-up-Wechsel und das Fehlen passender Mitmusiker führten dazu, dass beide Bands stagnierten. So wurde im Sommer 2006 kurzerhand beschlossen, die Probelokale zusammenzulegen. Während die Aktivitäten bei morbid mothers und kabel 237 auf Eis lagen, begannen Tobi und ich in Form von spontanen Jams einen gewissen Austausch zu pflegen. Beide liebäugelten wir zunehmend mit dem Gedanken die Gruppen zusammenzulegen, um ein konstantes Line-up zu erzielen und ein Vorankommen zu sichern. Im Herbst 2006 wurde aus den gelegentlichen Jams eine regelmässige Zusammenarbeit: Aus den gesammelten Ideen entstanden erste Stücke. Also machten wir uns in der Folge daran das Material aufzunehmen und auszuarbeiten. Das gemeinsame Songwriting gestaltete sich sehr produktiv und so begann das neue Projekt Früchte zu tragen.
Bald darauf wurden Kabel 237 und die morbid mothers begraben und Maxi (dr) und Soebe (b) ins Boot geholt. Anfangs 2007 waren die ersten Lieder in ihrer groben Struktur fertiggestellt. Nun war es an der Zeit mit intensivem Proben zu beginnen, nicht zuletzt um zu einer Einheit zusammenzuwachsen. Die Frage nach einem neuen Bandnamen, welcher dem Projekt einen gewissen Rahmen gibt, war schnell gefunden : «I am Chaos!» war geboren.

III. Ab auf die Bühne!

Für das Jahr 2007 mussten Ziele her: Es wurde beschlossen, sich für den Sauntschäk (dem alljährlich stattfindenden Event des FL - Blues- und Rockvereins) zu bewerben, der Tatsache keinen Sänger zu haben zum Trotz. So kam es, dass I am Chaos im September 2007 am Sauntschäk in Triesen – verstärkt durch Gastsänger Auge – als Opener des Abends die Bühne enterten. Das Debüt wurde vom Publikum durchaus positiv aufgenommen - ein erster Schritt war getan. Nach diesem ersten Live-Test gönnten wir uns eine kurze Denkpause. Wie sollte es weiter gehen? Welche Ziele stehen an? World chaos oder dann doch nur einmal die Woche "wer rockt am lautesten" spielen? Einige schlaflose Nächte später ward klar: I am Chaos wird weiter rocken! Gesagt, getan: So bezogen die Jungs vom Triesenberg ihr Winterquartier, um an neuem Material zu arbeiten, damit es 2008 richtig was auf die Ohren gibt!
Weiters entschloss man sich als Vier-Mann-Band weiter zu machen. Es entpuppte sich als reizvolle Herausforderung, die Vocals auf zwei Stimmen aufzuteilen. So begannen Tobi und ich die Gesangsparts zu übernehmen, sich mit Grölen, Gesang, Gejaule, Gesabbere und Geschrei abzuwechseln. Nun also waren wir bereit, erneut die Bühne zu betreten. Where’s the beaf? I AM CHAOS is back!!! Ähm…waren wir überhaupt schon einmal da ??! ...egal... wir werden weiter rocken!

IV. live!

Für das Jahr 2008 nahmen wir uns vor einige Gigs zu spielen, um möglichst viel Live-Erfahrung zu sammeln. Als warm-up wurde mitte Juni in Triesenberg ein kleines "showcase" für Freunde und Bekannte organisiert - nicht zuletzt um zu sehen, ob I am Chaos auch zu viert bestehen konnte. In familiären Ambiente kam trotz miserabler Akustik und dementsprechendem Sounderlebnis einiges an Spielfreude auf - uns zumindest hat's gefallen :-).
Nach dieser kleinen Generalprobe galt es ernst: Am 27.06.'08 stand ein Auftritt am Tankstellabeiz-Fest in Triesenberg an. Vor heimischem Publikum zu spielen weckt ungeahnte Kräfte und so gingen wir mit einer Extraportion Ehrgeiz an den Start. Zudem hatten wir erstmals eine volle Stunde auf der Bühne zur Verfügung. Genug Zeit also, um alle eigenen Tracks zu präsentieren und das Ganze durch ein heiteres Riffe-Raten abzurunden. Trotz der eher geringen Anzahl Metalheads, welche den Weg ans Tantstellabeiz Fest fanden, war die Stimmung gut; wir hatten echt Spass auf der Bühne. Ich denke der Auftritt weckte in uns allen Lust auf mehr. Und so kam es dann auch sehr gelegen, dass der alljählriche Sauntschäk wieder anstand: Durften wir im Vorjahr noch den Auftakt machen, wurden wir dieses mal dazu bestimmt, die Bude als letzte Band zu rocken. Zunächst herrschte nicht gerade überschwängliche Freude über den zugeteilten Startplatz. Um so grösser war die Überraschung, als wir - gegen halb eins auf der Bühne angekommen - ein hammermässiges Publikum begrüssen durften. Es war mehr als nur eine Handvoll Trunkenbolde, die den Abend hindurch ausgeharrt hatten, um uns live zu sehen. Dementsprechend motiviert gingen wir zu Werke. Auf der anderern Seite der Bühne wurde tüchtig abgerockt: Moshpits, kreisende Haare, schweissgebadete Gesichter und jede Menge Spass. Kurz: ein echt klasse Gig. Daran könnte man sich gewöhnen...
Doch wir hatten nicht viel Zeit uns auszuruhen: Ende September traten wir bei der Metallwerkstatt im Camäleon in Vaduz mit Elis und den Jungs von Dark Salvation an. Auf der Bühne gab es einige technische Probleme, was das Ganze Unterfangen etwas schwierig gestaltete. Nebst den Soundproblemen war es vor Allem die Hitze auf der Bühne, welche unsere "Arbeit" zu einem schweisstreibenden Vergnügen machte. Schaut euch die pics an, da blieb kein Auge trocken :-). Dafür entschädigte das Publikum, welches unseren Auftritt am Sauntschäk offensichtlich noch gut in Erinnerung hatte und folglich gut abging. Nach einer knappen Stunde auf der Bühne gings Backstage um abzukühlen. Die Jungs (und Mädels) von Elis und Dark Salvation waren echt gut drauf. Bei ein paar Bierchen plauderte man über Equipment, Sound, Gott und die Welt... Danach ging es ab an die Bar zum obligatorischen abfeiern. Alles in Allem ein geiles Konzert.

V. Going abroad

Doch das Jahr 2008 sollte für I am Chaos noch nicht gelaufen sein: An Halloween machten wir uns auf den Weg ins Palazzo nach Chur um unseren ersten Auslandgig zu geben :-). Nebst Rätier, Cataract, Spellbound u.v.m waren auch wir Teil der "Freaktime Show 2008". Als Opener des Abends standen wir bereits um 20 Uhr auf der Bühne. Das eher zurückhaltende Gemüt der Churer und der frühe Beginn der Show trugen dazu bei, dass das Publikum etwas verhalten auf uns reagierte. Umso mehr ein Ansporn alles zu geben. So holzten wir durch unser Set und Song für Song begann die Stimmung zu steigen: Das gute alte Lied des Openers eben.
Das Konzert wurde live mitgeschnitten, wovon der Track "face of hell" in der music section zeugt. Speziellen Dank geht an "Maddin", der sich als Fahrer und Fotograph für das Chaos eingesetzt hat. Solche Leute braucht das Land... ähm... das Chaos! Jep, Chur hat gerockt. Und wer weiss, vielleicht gibts ja ein Wiedersehen an einer Metal Attack im nächsten Jahr...
Damit endete die Live-Saison 2008. Im November jedoch stand noch eine schwere Entscheidung bevor: Nach zahlreichen Aufs und Abs in der Band und vielen Diskussionen beschlossen wir schweren Herzens, uns von unserem Bassisten Soebe zu trennen. Über das Jahr '08 hinweg mehrten sich die Differenzen; die Chemie in der Band stimmte einfach nicht mehr. Ende November dann - nach einer längeren Aussprache - trennten sich unsere Wege. Wir wünschen Soebe alles Gute und viel Erfolg für seine musikalische Zukunft: Rock on!
Somit ging es zu dritt in die Winterpause: Texten und Lieder schreiben waren wieder angesagt, um für das Jahr 2009 gewappnet zu sein.

So long, Gernot
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